Eine Fahrt mit der Standseilbahn Locarno Orselina in Locarno


Die Standseilbahn von Locarno bis zum Sacro Monte Madonna del Sasso in Orselina ist garantiert die romantischste Methode, um von einem dieser Orte zum nächsten zu gelangen. Obwohl bereits eine Fahrt mit der Funicolare ein besonderes Abenteuer ist, bietet diese Verbindung noch weit mehr. Am Ziel der Reise können Urlauber oberhalb Locarnos entspannende Spaziergänge unternehmen und eine der schönsten Regionen des Lago Maggiore entdecken. Außerdem haben Sie in Orselina die Möglichkeit, die Anschlussstelle zu nutzen und von der sich direkt anschließenden Talstation mit der Luftseilbahn bis zu den Locarneser Hausbergen Cimetta oder Cardada zu gelangen.

Standseilbahn Locarno Orselina

Standseilbahn Locarno Orselina

Eine Fahrt über mehrere Brücken

Ein besonderes Fahrterlebnis

Die zwischen Locarno und der Wallfahrtskirche Madonna del Sasso hin und her pendelnde Bahn verspricht jedem einzelnen Passagier ein besonderes Fahrterlebnis. Elegant und sanft schwingt sich die Funicolare durch die Lüfte, ohne den Bach Ramogna an den meisten Stellen nicht einmal aus den Augen zu verlieren. Die von dem Unternehmen Von Roll konzipierte Standseilbahn passiert sehenswerte Attraktionen wie die aus Steinquadern errichtete Bogenbrücke oder eine über die Ramogna verlaufende Stahlfachwerkbrücke. Und natürlich ist diese ansehnliche Verbindung ganz bewusst gewählt.

Die Anfangszeit der Standseilbahn

Die Geschichte der Standseilbahn

Die Geschichte der Standseilbahn geht auf das Jahr 1897 zurück. Schon damals wurde die erste Konzession zur Erbauung der Bahn erteilt. Eine drei Jahre später erneute Konzession ging um 1902 an ein neu gebildetes Komitee mit Mitgliedern wie Luciano und Francesco Balli über. Dann dauerte es nicht mehr lange, bis der damalige Bürgermeister Locarnos – besagter Francesco Balli – und andere Entscheidungsträger die Initiative ergriffen. Die Arbeiten an der Standseilbahn samt Abt'scher Weiche dauerten von 1904 bis 1906 an. Das Projekt basierte auf einer Idee des Ingenieurs Giuseppe Martinola, der zugleich die Arbeiten leitete. Mit der Unterstützung weiterer Ingenieure schritt der Bauprozess schnell voran. Erst ab der Mitte der 1920er Jahre wurden Erweiterungen an der Standseilbahn vorgenommen. In dieser Zeit wurde die Funicolare an der Via Santuario erweitert.

Zwischen den beiden Endstationen befinden sich drei Zwischenstationen

Insgesamt überwindet die Funicolare eine Streckenlänge von 825 Metern

Die Strecke der Standseilbahn nimmt an der Straßenbrücke ihren Lauf, die über den Bach Ramogna nahe dem Locarneser Bahnhof verläuft. Daraufhin folgt die Route in weiten Teilen diesem Bach, bis die Bahn Orselina erreicht hat. Zwischen den beiden Endstationen befinden sich außerdem drei Zwischenstationen, die am Grand Hotel, Belvedere und in Santuario Halt machen. Da das Grand Hotel jedoch aktuell geschlossen ist, wird diese Station auch nicht bedient. Ein Zugang zur Talstation ist über einen Eckrisalit der einstigen Druckerei Stamperia an der Via alla Ramogna möglich. Der Wagenunterstand ist eine mit Gusseisensäulen konstruierte Halle. Dieses Gebäude ist völlig bewusst mit Stilelementen der Wiener Sezession aufgewertet. Ein Oberlicht leuchtet durch die Seilbahn-Einfahrt. Zudem ist in dieser Halle der Antrieb der Standseilbahn verstaut. Insgesamt überwindet die Funicolare eine Streckenlänge von 825 Metern.

Öffnungszeiten und Fahrentgelte

Die Häufigkeit der Bahnverbindungen hängt von der jeweiligen Saison ab

Eigentlich verkehrt die Standseilbahn das ganze Jahr hinweg zwischen den einzelnen Stationen. Allerdings führen die Anbieter der Bahnstrecke regelmäßige Jahresrevisionen durch. In dieser Zeit stellt die Funicolare ihre Dienste ein. Die Häufigkeit der Bahnverbindungen hängt von der jeweiligen Saison ab. Doch für gewöhnlich nimmt die Bahn morgens um 8.05 Uhr erstmals den Bahnbetrieb auf. Zur Winterzeit verkehren die letzten Verbindungen bis gegen 19.30 Uhr. Zur Hauptsaison im Juli und August dreht die Standseilbahn bis nach Mitternacht ihre letzten Runden. Die Funicolare verkehrt im 15- oder 30-Minuten Rhythmus. Für eine Hin- und Rückfahrt bezahlen Erwachsene insgesamt 7,20 CHF und Jugendliche 3,60 CHF pro Person. Die Kosten für eine Fahrt belaufen sich auf 4,80 CHF für Erwachsene oder 2,20 CHF für Jugendliche. Gegen ein Entgelt von 2,20 CHF ist es außerdem möglich, MTBs oder Fahrräder mit sich zu führen. Für Schulen oder Gruppen berechnen die Bahnbetreiber gesonderte Gebühren.

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